Ein Hoch auf die Hochzeitsfotografie!

Kennt Ihr das? „Puh- die sind so teuer“… „Der will 2.000 EUR für eine Ganztagesreportage!“… „Ach, die Gäste machen bestimmt jede Menge Fotos, wir machen einfach ein After-Wedding-Shooting…“

So oder so ähnlich lese ich es fast jeden Tag, wenn ich durch diese ganzen Hochzeitsgruppen auf Facebook scrolle. Ehrlich gesagt ist es dabei auch völlig egal, ob man die Meinung zum Angebot eines Fotografen, eines DJs, einer Sängerin, einer Stylistin oder was auch immer will. Es gibt immer jemanden, der es billiger bekommen hat oder meint, dass die angebotene Leistung völlig überflüssig ist…

Deswegen hier mal ein ganz deutlicher Ratschlag an alle angehenden Bräute:

Meidet die Facebookgruppen oder wenn Ihr schon in einer seid, dann fragt einfach nicht nach der Meinung anderer zu irgendwelchen Preisen…

Die meisten der Gruppen sind völlig unmoderiert und wenn dann auch ziemlich oft von Leuten, die keine Ahnung vom Hochzeitsgeschäft haben. Und natürlich sind auch jede Menge Dienstleister dort unterwegs, die Euch genau ihr Angebot am schmackhaftesten machen wollen. Und wie könnte man es nur vergessen, voll von Leuten, die gerne ihre Meinung kund tun.

Viele Bräute sind irgendwann so verunsichert, was sie wollen und brauchen, dass es besser gewesen wäre einfach sein Ding durchzuziehen.


Ein bisschen Eigenwerbung darf hier an diesem Punkt auch sein 🙂

Wenn Ihr trotzdem gerne den Austausch auf Facebook haben wollt, dann kommt doch in unsere kleine Gruppe. Wir moderieren diese persönlich und achten darauf, dass genau solche Dinge nicht passieren. Garantiert keine doofen Kommentare!


Es lebe unser Hochzeitsfotograf!

Bevor Ihr jetzt weiterlest, müssen wir Euch ganz deutlich darauf hinweisen, dass dieser Artikel eine unbezahlte Werbung ist – weil wir nämlich hier eine Namensnennung vornehmen.

Schon irgendwie Banane diese tollen Influencer-Rechtsprechungen, oder? Wir dürfen Euch keine großartigen Kollegen empfehlen, ohne es als unbezahlte Werbung zu kennzeichnen… sonst könnten wir ja abgemahnt werden…

Auf alle Fälle stammen all die tollen Bilder dieses Artikels (bis auf das Hochzeitsbild meiner Oma deren Urheber leider nicht zu identifizieren ist) von den genialen Hochzeitsfotografen von Weddingmemories, die wir Euch hier wärmstens empfehlen werden.

Aber zurück zum eigentlichen Aufhänger – genauso wie die Preise bei DJs meilenweit auseinander gehen, so differenzieren Fotografen extrem. Und während die einen Brautpaare so überhaupt keinen Sinn darin sehen, diese Preise zu bezahlen, so gibt es für andere nichts wichtigeres als die Fotos in hervorragender Qualität.

Und ganz ehrlich – wir zählen uns persönlich zu letzterem. Und nein, wir werden in diesem Artikel keine Lanze dafür brechen, warum etwas X Euro kostet oder Euch einen Stundenlohn vorrechnen…

Egal wie teuer das Kleid war, dass Ihr nur einmal anziehen werdet, egal wie lecker die Hochzeitstorte und auch egal wie gut die Musikauswahl des DJs war – die Fotos (und  vielleicht sogar Videos) sind die Dokumentation Eures Tages und der Emotionen der Hochzeit. Sozusagen ein Relikt für die Ewigkeit.

Noch heute, 8 Jahre nach ihrem Tod, hängt das Hochzeitsbild meiner geliebten Großmutter bei uns im Wohnzimmer – und es berührt noch immer jeden, der es betrachtet. Das Strahlen Ihrer Augen wurde vor über 60 Jahren fest gehalten und lässt uns noch immer ein bisschen an ihrem Glück teil haben. Oder findet Ihr, dass dieses Bild seine Magie verloren hat?

Drum prüfe, wer bucht – nimm lieber den Profi!

Fotografen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer – wer mit einem Rechner umgehen und eine Musikanlage anstöpseln kann ist ein DJ und wer eine Kamera hat ist ein Fotograf.

Wir beten unseren Brautpaaren immer vor, dass sie unbedingt Fotografen buchen sollen, die auch tatsächlich auf Hochzeiten spezialisiert sind. Nicht den Fotografen, der sonst bisher die Familienporträts im Studio gemacht hat oder den Landschaftsfotografen, dessen Bilder man so toll findet.

Warum? Ganz einfach – spezialisierte Hochzeitsfotografen wissen genau, wann sie die Augen wie und wo offen zu halten haben. Wie sie auch Eure Gäste fotografieren, ohne dass diese sich bedrängt fühlen. Eure liebevoll gestaltete Dekoration perfekt in Szene setzen. Der Spaß bei Einlagen und Hochzeitsspielen über die Bilder wieder spürbar wird…

Sie lieben und leben das Thema Hochzeit und dokumentieren für Euch so viel mehr als nur Euch beide als Brautpaar. Denn ganz ehrlich – ein Brautpaarshooting ist nicht wirklich kompliziert. Ihr beide seid schließlich still stehende, perfekt posierende Ziele, die man ins perfekte Licht wortwörtlich stellen kann.

Nicht umsonst ist der korrekte Angebotsbegriff dafür ja auch „Hochzeitsreportage“ und nicht Paarshooting…

Und ganz wichtig – sie sind die ganze Zeit über da und beobachten für Euch die Hochzeit. Welche Momente müssen unbedingt festgehalten werden? Wo entstehen witzige, berührende oder besondere Situationen?

Aber es geht halt leider auch anders und lässt unserer Meinung nach direkt Rückschlüsse auf den geringen Preis oder mangelnder Hochzeitsbegeisterung bzw. -erfahrung des Fotografen zu…

Auf einer der letzten Hochzeiten hat es der Fotograf doch glatt geschafft, dass wir wirklich sprachlos waren…

Ja, ich fahr jetzt heim, weil bis zum Essen passiert eh nichts. Die Zeit kann ich mir ja sparen und komm dann später lieber wieder…

Würdet Ihr Euch als Brautpaar so einen Fotografen wünschen? Falls doch eine Einlage, Rede oder ähnliches gekommen wäre?! Und wir können Euch sagen – das ist nicht wirklich ein Einzelfall. So oder so ähnlich haben wir schon die interessantesten Aussagen gehört. Warum nicht den Nachmittag für tolle Fotos Eurer Gäste nutzen? Zu sagen da passiert eh nichts, zeugt eher vom nichtverstandenen Gedanken des Dienstleistertums.

Es sind die liebevollen Details, die eine Hochzeitsreportage besonders machen

Jeder kennt sie – die unendliche Anzahl an Hochzeitsreportage, die auf den Blogs und von Fotografen selbst veröffentlicht wird. Das Getting Ready, der First Look, die Bilder der Trauung, Dekodetails, das Brautkleid, die Ringe und so weiter und so weiter… Wunderschön, aber immer sooooo perfekt.

Die richtig guten Fotografen liefern unserer Meinung nach darüber hinaus noch so einiges mehr!

Unsere lieben Kollegen von Weddingmemories haben uns in ihren Fotopool hinein schauen lassen und sie zeigen darin genau das, was wir meinen:

Die beiden verstehen sich meisterlich darauf, auch wenn mal was schief geht oder etwas Ungewöhnliches passiert dies perfekt in Szene zu setzen. Denn sind es letztendlich nicht diese Momente, die auch tatsächlich in Erinnerung bleiben?

Nicht umsonst ist ihr Slogan „Your Wedding. Your Memories“.

Das Anzapfen des Bierfasses, das mal so völlig daneben gegangen ist…

… oder die Braut, die beim Ausschneiden des Herzens unbedingt gewinnen will?

Auch unser Titelbild – die hübsche Katze, die sich überlegt doch noch an der Trauung teil zu nehmen, stammt von den beiden.

Wir können uns für solche Momente total begeistern und hoffen, es ist bei Euch nicht anders. Denn das macht letztendlich die besondere Hochzeitsreportage aus.

Auch als bei unserer eigenen Hochzeit etwas schief ging, haben die beiden direkt den Auslöser gedrückt. Es hatte sich eine Brosche von meinem Strauss gelöst und ich war an dem Tag so aufgeregt, dass ich sie nicht mehr befestigen konnte. Das hat letztlich mein Mann dann liebevoll für mich übernommen. Ganz ehrlich? Ohne das Foto hätte ich diese liebevolle Geste vor lauter Aufregung bestimmt vergessen.

Auch wenn viele immer empfehlen, dass es reicht, wenn der Fotograf nur bis zum Eröffnungstanz bleibt – ganz ehrlich: wer soll dann solche legendären Partyfotos fest halten?


Weddingmemories buchen: 

Wenn Ihr Euch für die Arbeit der beiden interessiert, dann könnt Ihr die beiden direkt über ihre Homepage anfragen:

http://www.weddingmemories.de/kontakt


Wir haben im Verlauf der letzen Jahre viele Fotos von Brautpaaren bekommen und oft auch die Zugangsdaten zu den jeweiligen Reportagen erhalten – und mittlerweile sind wir ziemlich gut darin zu raten, was der jeweilige Fotograf meistens so ablichtet. 

Bitte nicht falsch verstehen: bestimmt ist er oder sie in ihrem Fach gut, nur ist das halt leider nicht die Hochzeitsfotografie… Und einfach mal so eben noch Hochzeiten mitzumachen ist halt doch eine andere Hausnummern. Denn persönlich habe ich an mein Passfoto andere Ansprüche als an meine Hochzeitsbilder.

Die Suche nach dem Hochzeitsfotografen

Ein paar Denkanstöße von unserer Seite noch zum Abschluss für Eure Fotografen-Suche:

  1. ob Haupt- oder Nebenberuflich ist erst mal nicht entscheidend. Hauptberufliche haben halt einfach in der Regel mehr Hochzeiten, damit mehr Routine und oft auch mehr Zeit Eure Bilder zu bearbeiten. Damit bekommt Ihr sie schneller. Kann sein, muss aber nicht… Nebenberuflich angeboten ist es oft günstiger. Kann sein, muss aber nicht… Die Art der Profession ist nicht unbedingt aussagekräftig.
  2. schaut Euch auf der Homepage die gezeigten Bilder an. Gefällt Euch die Bildsprache, die Retusche, welche Motive werden gezeigt? Ist alles der gleiche Einheitsbrei oder sind auch kreative und witzige Sachen dabei? Passt dieser Stil überhaupt zu Euch? Lasst Euch dazu einfach von Eurem Bauchgefühl leiten.
  3. Ihr habt noch genügend Zeit? Klasse, macht doch mit Eurem favorisiertem Fotografen ein Probeshooting aus! Habt Ihr von Euch als Paar oder Familie überhaupt schöne Bilder? Das wäre doch eine super Gelegenheit. Darüber lernt Ihr Euch kennen und wisst gleich, ob Euch die Bildsprache des Fotografen dann auch gefällt.
  4. Persönliche Meinung: Finger weg von Angeboten mit einer begrenzten Anzahl an Bildern (also so lächerliche wie 3 Bilder retuschiert und 200 auf CD). Erstens sollte es bei Eurer Hochzeit kein Limit geben und zweitens sollte keine Vorauswahl durch den Fotografen getroffen werden (außer Bilder von denen er oder sie sagt, dass diese einfach nicht angeboten werden sollen; unscharf, verwackelt, schlechtes Licht, unpassend oder was auch immer). Und ja die Anzahl der Bilder ist bestimmt ein Preisfaktor (Stichwort: Retusche) – aber hey: ich will doch von meiner Hochzeit so viel wie möglich oder? Seriös ist ein Vertrag über eine bestimmte Anzahl Stunden, die fotografiert wird. Die daraus entstehenden Bilder werden Euch dann über eine Online-Galerie zur Verfügung gestellt. Ob retuschiert oder nicht – nun das ist abhängig was Ihr verhandelt. Persönlich würde ich immer die Retusche buchen. Und auch Angebote mit zig Extras inklusive (Verlobungsshooting, Hochzeitsreportage, Fotobücher, After-Wedding-Shooting und so weiter) die preislich deutlich unter dem der Konkurrenz liegen sind meistens leider auch nicht so toll wie sie klingen. Irgendwoher muss ja schließlich dieser Wahnsinns-Preisvorteil her kommen.
  5. „Die wollen ganz schön viel Geld, nur weil sie zu zweit arbeiten“ – ja und zwar zu Recht. Denn vier Augen sehen mehr. Eine Person kann schlecht Braut und Bräutigam zeitgleich beim Getting Ready begleiten. Ein Fotografenduo ist einfach flexibler. Überlegt einfach, ob das bei Eurer Hochzeit in Eurem Zeitplan Sinn macht. Zwei Personen sehen meistens doch mehr und machen mehr Fotos als eine, sind aber halt auch eine Preisfrage.
  6. Übrigens: wenn Ihr eine Fotobox dazu bucht, dann muss diese auch irgendwann aufgebaut werden. In dieser Zeit gibt es dann definitiv keine Fotos. Klärt mit dem Fotografen wann das sein soll, damit keine Enttäuschungen entstehen.
  7. Und ja auch das predigen wir immer wieder: haltet alles vertraglich (mindestens irgendwie in einer Schriftform) fest und Finger weg von Anbietern die das nicht wollen…
  8. spickt doch mal bei Euren Freunden und Bekannten in das Album mit den Hochzeitsfotos 🙂 Eine noch bessere Recherche gibt es doch gar nicht…

Gerne könnt Ihr Eure Gedanken, Erfahrungen oder Anregungen in den Kommentaren hier posten.

Denn es gilt immer das Folgende:

Jeder zahlt für die Leistung, die es ihm oder ihr wert ist und die er oder sie honoriert. Fotos sind nicht wichtig? Super – aus dem Budget gestrichen. Sie sind wichtig? Dann bezahlt den Fotografen, der Euch die Leistung zu einem Preis anbietet, den Ihr auch bereit seid zu zahlen und von dessen Arbeit Ihr überzeugt seid!

Ob Ihr also nun 300 oder 3.000 Euro bezahlt habt – es spielt keine Rolle und ist auch keiner Diskussion würdig. Ihr habt für das bezahlt, was Ihr wolltet und hoffentlich auch genau so in der erwarteten Qualität erhalten habt.


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