Mein zwei-Planer-System

Ein zweiter Planer – ja genau. Ich? Niemals! Die wohl größte Verfechterin des Alles-an-einem-Platz-haben-um-es-nie-wieder-suchen-zu-müssen… aber wie so oft kam mal wieder alles anders…

Kurz wieder ein Hinweis in eigener Sache – ja das hier ist wieder Werbung wegen Nennung von Marken – bis auf den expliziten Amazonlink für das Whiteboard ist keines davon Affiliate oder gegen Bezahlung, sondern einfach weil ich die Dinge nutze und Euch von meinen Erfahrungen berichten will.


Edit: Ein Update zu meinen aktuellen zwei-Planer-Sytsem findest Du hier: Mein zwei-Planer-System (Update)


Hallo Corona!

Auf meiner Reise zum Planerfrieden habe ich Euch ja vorgeschwärmt, wie toll es ist wieder in A5 zu planen und dass mein neuer Van der Spek Planer ein absolutes Träumchen ist. Mein persönlicher Planerfrieden – dachte ich. Dann kam nämlich Corona und nichts war mehr wie vorher…

Corona bedeutet für mich Homeoffice mit rollierenden Bürotagen, keine Kantine und gefühlt mehr Chaos als vorher… Nur noch ein Bildschirm zu Hause, unzählige voll gekritzelte Notizzettel und das Privatleben und Haushalt jetzt noch nebenbei wuppen. Weil ganz ehrlich – nur weil wir Homeoffice haben, war nicht weniger los. Und gefühlt galten auch keine Grenzen mehr, wann man noch Termine mit gutem Gewissen einstellen kann.

Vor allem, dass jetzt alle Besprechungen vor dem Bildschirm und nicht mehr schön ordentlich aufgeräumt im Konferenzraum statt fanden, hat mein persönliches Arbeits- und Planerverhalten stark beeinflusst.

Für das “Büro” fand ich schnell eine Lösung. Ich holte eines meiner A5 Clipbooks raus und nutze es als Braindump für alles, was so im Laufe des Tages während der Arbeit anfällt. Also hauptsächlich meine To Do’s fein säuberlich in Wochenübersichten. Dazu habe ich noch ein paar Whiteboard-Seiten abgeheftet (mein System wäre übrigens mit einem Filofax Notebook A5 kompatibel – diese Notebooks kann ich nur leider nicht ausstehen) – die kann man mit abwischbaren Folienstiften immer wieder beschreiben. So verschwende ich wenigstens nicht Unmengen an Papier. Meine Whiteboard-Notizen übertrage ich dann konsolidiert in One Note am Computer – und schon war mein Office-Planer arbeitslos. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass ich mir als ich den Job im Oktober angefangen habe einfach noch wahnsinnig viel aufgeschrieben habe im Vergleich zu heute.


Diese Whiteboard-Notizbücher gibt es fertig zu kaufen z.B. bei Amazon (Affiliatelink siehe unten) – ich habe von meinem einfach ein paar Seiten heraus getrennt, die Lochung abgeschnitten und neu geheftet. Sie sind jetzt etwas kürzer als “normale” DIN A5 Seiten aber damit kann ich leben. Und ich habe über die erste Whiteboard-Seite eine transparente Folie eingeheftet, damit man es nicht versehentlich verschmiert.

Rocketbook Fusion Wiederverwendbares Notizbuch -...
  • [ NIE WIEDER EIN NOTIZBUCH KAUFEN ] 7 verschiedenen...
  • [ UNENDLICH WIEDERVERWENDBAR ] Kein Papierverschwendung...

Tschüss Planerfrieden!

Ich hatte mir meinen A5 Planer in einer Phase gekauft, wo ich zu 100% im Homeoffice war – vorher hatte ich einen Filofax Finsbury A5 in der Tasche mit dabei und dachte, ach komm A5 passt da schon jeder Planer rein.

Ja klar….

Wie man auf dem Bild schön sehen kann, ist der VDS Manager noch mal ein Stückchen größer und nicht so kompakt wie ein Filofax. Meine Businesstasche war also so voll, dass ich den Reißverschluss nur mit Mühe zubekommen habe. Zusätzlich muss ich mir mein Essen mitnehmen, da die Kantine geschlossen hat – jetzt war die Tasche so richtig bums-voll… Und ganz ehrlich: Laptoptasche, die ich ständig mit mir rumschleppen darf plus Handtasche plus nochmal Tasche fürs Essen plus in einer Hand die Zugangskarte und nicht zu vergessen die Maske… Also daher ich keine Krake bin, hab ich da einfach keine Lust. Vor allem weil ich mir eigentlich gerne mein Essen mitnehme und extra dafür eine größere Businesstasche gekauft hatte. In die jetzt nichts mehr reinpasst, weil mein Planer so groß ist. Hello first-world-problems!

Solche Probleme muss man erst mal haben, aber mein Planerfrieden war dahin…

Meine erste Idee zur Lösung des Dilemmas

Ihr erinnert Euch an das oben genannte Clipbook? Super Idee ganz im Sinne des Bullet Journals einfach Seiten für die Tage, wo ich ins Büro muss flexibel zwischendurch einbauen.

Hat genau 1x funktioniert und mich dann schon genervt, weil es irgendwie das Notizsystem auseinander gerissen hat, doof war weil ich die ToDo’s und Notizen jeden Tag brauche, die Dailies aber nur zu bestimmten Tagen und weil ich es irgendwie immer mega doof finde Arbeit und Privates nicht mehr sauber trennen zu können. Ich brauche das einfach mental.

Vor allem wenn tatsächlich wieder die 5-Tage-Büro-Woche losgeht, würde ich dann jedesmal meine komplette Sammlung an Arbeitsthemen mit nach Hause nehmen, um abends das Daily für den nächsten Tag vorzubereiten…

Also nein – den VDS Manager zu Hause zu lassen und das Clipbook immer mitzunehmen scheidet aus… (Außderdem ist ein Clipbook einfach nicht so schick :-))

Willkommen im zwei-Planer-System

Zugegeben – ich bin ja seit jeher ein Multi-Planer-Planer… Aber dann halt immer für in sich geschlossene Bereiche extra (z.B. mein Memory Keeper oder Projekte-Filo). Alles andere für den täglichen Gebrauch ist in einem Planer vereint.

Ein bisschen traurig war ich ja schon, als ich auf A5 umgestiegen bin, dass für meine Personal-Planer keine Verwendung mehr vorhanden war. Als Office-Planer hatte ich meinen geliebten Customized Van der Spek im Einsatz und Privat lange den Original nude in Personal. Optisch einer meiner absoluten Lieblingsplaner – einfach ein zeitloser Klassiker.

Kleine Randnotiz: beim Durchblättern alter Erinnerungen kam tatsächlich ein Bild von einem A5 Original Nude zum Vorschein – einer der ersten Planer, die ich damals in Foren (ja die waren damals total angesagt) gesehen hatte und der mich total begeistert hat. Gekauft hatte ich ihn mir nie, weil er als so empfindlich beschrieben wurde. Mein allererster Planer wurde dann ein Filofax Finsbury A5 in Raspberry…

Für das Problem, dass mein VDS Manager nicht in die Handtasche passt, fand ich schnell eine Lösung – das zwei-Planer-System mit dem Original Personal. Und zack – er war wieder im Rennen.

Was ich nämlich immerschon festgestellt hatte, als ich alles in einem Planer hatte der auch transportabel war – die wenigsten Dinge brauche ich außer Haus während ich in der Arbeit bin oder pendel (da hab ich auch selten Zeit, mich mal wirklich an meinen Planer zu setzen). Da sind nämlich nur die folgenden Dinge wichtig:

  • Monatsübersichten im Kalender mit allen Terminen
  • Dailies inkl. ToDo’s des Tages
  • Platz für Notizen

Und damit bleibt mein VDS Manager jetzt immer zu Hause an meinem Schreibtisch…

Meine neue Planerroutine

Grundsätzlich nutze ich immer den Abend, um mich meiner Planerroutine zu widmen – mit dem zwei-Planer-System schaut diese jetzt wie folgt aus:

  1. Rückübertragung der Notizen/ToDo’s/ Terminen aus meinem Original in meinen Hauptplaner (VDS Manager) und Wrap-Up des Tages
  2. Vorbereitung des nächsten Tags im Original: Layout zeichnen, Termine und To Do’s des Tages übertragen
  3. Befüllung Tracker

Zusätzlich übertrage ich am Ende der Woche alle ToDo’s, die nicht erledigt wurden im VDS Manager auf die nächste Woche. Sozusagen als Speicher offener Themen.

Mein customized Van der Spek Personal (ihr erinnert Euch aka Ex-Office-Planer?) ist jetzt übrigens mein Finanzplaner geworden – war mal wieder eine super Idee, weil ich den vorher in einem A6 Format hatte… Alles nochmal schreiben hat schon echt genervt. Jetzt hab ich dafür einen Aura Estelle Hybrid Planer in A6 ohne Einsatz – mal sehen, wofür dieser irgendwann zum Einsatz kommt. Eine schöne Deko ist er auf alle Fälle… Und A6 defintiv nicht mein Format, aber man muss ja mal alles ausprobieren.


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