Wie findet man sein Planersystem?

Wer kennt es nicht – die Frage nach dem System, mit dem man in Sachen Planung wirklich zurecht kommt. So viele Möglichkeiten, Anbieter, Formate – da dauert es meistens schon eine Weile bis man “sein” System gefunden hat. In diesem Artikel nehme ich euch mit auf meine Reise zum perfekten Planersystem.

Und hier wieder der Hinweis in eigener Sache: ich werde wieder jede Menge Namen und Marken nennen und vielleicht sogar die ein oder andere Empfehlung geben. Alles, weil ich Euch an meinen Erfahrungen teil haben lassen möchte und gute Produkte einfach weiter empfehle. Ganz ohne Geld dafür zu bekommen, ganz ohne Auftrag…

Bullet Journal oder Filofax?

Zu allererst sollte man mal folgendes klar stellen: das Bullet Journal ist eine Methode, kein Planer an sich. Auch wenn das oft nicht so darstellt wird. Man kann auch in einem Ringbuch ein Bullet Journal führen…

Genauso ist Filofax eine Marke und kein System – wobei man sagen muss, wohl der bekannteste aller Ringbuchhersteller. Neben noname gibt es in der Planercommunity auch viele Anhänger von Gilio Ferrenze, Van der Spek, Aura Estelle usw. Alles eine Frage des Preises und der persönlichen Vorlieben. Neben einer Sammlung an Filofax bin ich mittlerweile ein großer Fan der Marke van der Spek aus den Niederlanden. Tolle Lederqualität, für mich tolle Aufteilung der Taschen und Preis ist für die Touch Me Collection auch sehr gut.

Aber worauf ich hinaus will – ein Bullet Journal wird klassicherweise in einem gebundenen Notizbuch geführt, wie z.B. Moleskine oder Leuchtturm. Der Filofax kommt meistens mit einem eigenen Kalender daher und bietet durch die Ringe eine gewisse Flexibilität.

Übrigens alle diese fertigen Kalendereinlagen oder Buchkalender – ich bin mit keinem einzigen klar gekommen. Das Vorgegebene schränkt mich einfach nur ein und ein gebundenes Buch ist eh nichts für mich. Außer als Roman – dann ist es ok…

Und genau das ist die erste Frage, die Ihr Euch stellen müsst: welche Flexibilität muss mein Planer haben?

Ich nutze meinen Ringbuchplaner tatsächlich in Sachen Kalender eher wie ein Bullet Journal – die vorgedruckten Kalender entsprechen nicht meinen Bedürfnissen und Anforderungen und sind meistens auch nicht besonders hübsch. Ich erstelle also meine Monats-/Wochen-/Tagesübersichten als printables selbst (könnte man wie beim Bullet Journaling natürlich auch von Hand malen, bin ich aber zu faul, habe meistens nicht die Ruhe und die Zeit und finde, es sieht bei mir auch nie so toll aus wie bei Instagram, diesem Teufelswerkzeug). Darüber hinaus benutze ich meinen Planer für die folgenden Dinge:

  • alles rund um meine Finanzen
  • To Do Listen Sammlung
  • Notizen zu meinen Haustieren
  • Ernährung
  • Ziele und Visionen
  • Kontaktdaten, Passwörter, Listen…

Und daher ich es nach Kategorien sauber hintereinander abgeheftet mag, scheidet ein Notizbuch bei mir aus. Vor allem, weil mir immer wieder etwas Neues einfällt, was ich ergänzen möchte. Das hat mich in der Arbeit schon immer wahnsinnig gemacht, wenn ich nichts mehr in den Notizbüchern, die der Arbeitgeber zur Verfügung stellt, gefunden habe. Des Weiteren lege ich persönlich keinen Wert darauf nachlesen zu können, was am Montag vor 20 Wochen los war. Ich werfe die Kalendereinlagen tatsächlich weg. Relevante Dinge notiere ich mir ganz old fashioned in einem Tagebuch oder wie es jetzt so schön heißt “Memory Keeper”…

Was nicht heißt, dass Ihr es genauso machen müsst. Mit der Methode des Bullet Journaling (in einem Notizbuch) kann man auch ganz toll Erinnerungen festhalten. Mood Tracker, Sleep Journal, Termine und To Dos sowie Gedanken zur Woche alles übersichtlich festgehalten ergeben auch sehr hübsche Momente. Dazu noch Bilder, Kinotickets etc eingeklebt und es ist wirklich eine Art Tagebuch.

Nachteil des Ringbuchs ist auf alle Fälle, dass es deutlich größer ist als ein Notizbuch. V.a. wenn man gerne auf DIN A 4 schreibt. Da muss man die Handtasche schon anpassen oder den Planer zu Hause lassen. Auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei oder?

Die perfekte Planergröße

Damit alleine kann man wahrscheinlich schon einen eigenen Workshop gestalten. Womit ich bei meinen Ringbuchplanern immer wieder hadere ist am Ende die stattliche Größe – gegen ein Notizbuch kann man da einfach nur verlieren.

Lange war ich ein Fan von Personal – für alle die sich da nichts drunter vorstellen können: links ist ein A5, dann Personal, dann A6

Es wirkte wie der perfekte Kompromiss – Platz zum Schreiben und von der Größe noch handlich genug zum mitnehmen. Aber wie das so ist – irgendwann hat es mich einfach nur genervt. Daher ich meine Einlagen selbst drucke wurde mir das Format zum schneiden irgendwie zu doof, Platz hatte ich auch nicht genug, brauchte also für meinen Kalender deutlich mehr Blätter pro Woche und war einfach nur unzufrieden.

Ich bin wieder zurück ins A5 Ringbuch und glücklich… also habe sozusagen meinen Planerfrieden gefunden. Glaube ich, also Stand heute, vielleicht…

Wie Ihr Euch an Euer System heran tasten könnt:

Zuallerst einmal: startet preisgünstig, wenn Ihr noch gar nicht wisst, wie Ihr planen wollt. Vielleicht stellt Ihr nach ein paar Wochen fest, Ihr mögt es am liebsten digital am Handy. Oder gleich ein digitaler Planer auf dem iPad. (Auch schon ausprobiert – finde ich ganz schrecklich – ich liebe es, mit Stift und Papier zu arbeiten! So kriege ich Ordnung in meinen Kopf…)

Man kann sich über ein paar ganz einfach Fragen auch heran tasten:

  • will ich den Planer immer dabei haben?
  • wenn ja: bis zu welcher Größe ist das ok? Habe ich Platz für ein Ringbuch in der Tasche?
  • wenn nein: wie notiere ich Dinge unterwegs – schnell ins Handy oder einen kleinen Kalender oder ein kleines Notizbuch und übertrage zu Hause (mir zu doof, weil Doppelarbeit…)
  • möchte ich am Ende des Jahres mein gesamtes “Leben” in einem Buch haben? Dann besser ein klassisches Bullet Journal im Notizbuch.
  • brauche ich die Flexibilität jederzeit etwas ergänzen oder verändern zu können?
  • wie viel Platz brauche ich überhaupt zum Schreiben?
  • Wofür will ich meinen Planer eigentlich benutzen?
  • wie viele Leute muss ich damit koordinieren? Interessante Frage zum Platzbedarf…
  • was möchte ich denn alles planen? (Kalender, Tracker, Finanzen, Gesundheit, Haustiere, Essen/Rezepte usw.)

Kauft Euch egal für was Ihr Euch entscheidet, erst mal etwas kostengünstigeres. Ich habe mit Notizbüchern und Ringbuchplanern aus der Schreibwarenabteilung von Karstadt angefangen. Die sind nicht wow, waren aber zum ausprobieren super. Oder Ihr schaut mal bei Facebook – in der Planercommunity werden viele gut gepflegte Schätze günstiger Second Hand verkauft. Wenn man feststellt, dass das gewählte System für einen nichts ist, dann hat man wenigstens nicht so viel Geld ausgegeben. Und testest ein System immer mehrere Wochen – nur so bekommt Ihr wirklich ein Gefühl dafür.

Vielleicht doch ein neues System?

2020 bin ich ja wieder in mein geliebte A5 Format zurück gezogen. Meine neueste Überlegung ist, vielleicht mal eine Kombination aus einem Hobonichi und meine A5 Van der Spek zu testen. Sozusagen den Kalender und auch wirklich nur der (Wochen-)Kalender in der vorgedruckten Version und den Rest variabel nach meinen Bedürfnissen. Mal sehen, ob dieser Gedanke zum Ende des Jahres noch so interessant klingt wie jetzt 🙂

Wo befindet Ihr Euch gerade auf Eurer Planerreise?



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