5 gute Gründe gegen eine Brautentführung

Ja sorry, es tut uns leid, aber wir sind einfach keine Fans der Brautentführung – und warum das so ist, listen wir hier für Euch auf:

gute Gründe gegen eine Brautentführung

Historie

Bis heute kann man nicht genau sagen, woher dieser Brauch, die Braut von der eigenen Hochzeit zu entführen eigentlich her kommt. Manche glauben es war ein Wettstreit zwischen den jungen Männern im Dorf andere führen das auf den mittelalterlichen Brauch vom „Recht der ersten Nacht“ zurück. Also wenn ein Graf oder sonstiger Herrscher das Vorrecht über die Hochzeitsnacht seiner Leibeigenen hatte – wer bitte will einen Brauch mit so einem Hintergrund zelebrieren?

Zeitplan

Wenn nicht wirklich gut in den Zeitplan integriert, dann gerät dieser komplett aus den Fugen. Spontan sollte man so eine Brautentführung schon mal gar nicht durchführen – erstens könnten die Brautleute das ziemlich daneben finden und zweitens geht mindestens eine Stunde dafür drauf. Und das ist schon sehr optimistisch gerechnet.

Räumlichkeiten

Eine Brautentführung in den Nebenraum, wo man die Braut noch durch die Glasscheibe sieht? Irgendwie ziemlich sinnbefreit… Hatten wir alles schon gehabt: als die Schwester der Braut meinte, sie muss jetzt spontan eine Brautentführung machen und man ihre Schwester im Nebensaal deutlich sehen konnte ging das ziemlich in die Hose. Sie rief durch das Mikro ganz verzückt „wo ist denn die Braut?“ Und das einzige Echo von den Gästen war „da drüben im Nebensaal, das ist langweilig“. Für eine Brautentführung braucht ihr in der Location eigentlich einen zweiten Saal, eine Stube oder einen Kellerraum – egal, es muss nur räumlich vom eigentlichen Ort der Hochzeit getrennt sein. Dafür müsst Ihr in der Regel halt auch extra Miete bezahlen, ein DJ muss eine zweite Anlage aufbauen oder ihr müsst zusätzlich noch Musiker oder einen Hochzeitslader engagieren.

Hochzeitsgäste

Mit einer Brautentführung reißt Ihr immer die Gesellschaft auseinander. Eltern mit kleinen Kindern werden euch nicht begleiten, ebenso wenig ältere Leute oder Gäste, die einfach keine Lust auf Feten- und Ballermannmusik mit viel Alkohol haben. Während Ihr also auf Brautentführung seid und dann mit der Hälfte der angeschickerten Gäste zurück kommt – was haben die anderen in der Zeit gemacht?

Alkohol

Sind wir mal ehrlich, wir haben noch keine Brautentführung gesehen, bei der nur Mineralwasser ausgeschenkt wurde, wir lassen uns aber auch gerne mal vom Gegenteil überzeugen. Wenn es Euer erklärtes Ziel ist, dass Ihr schon vor dem Abendessen mit Euren Gästen einen gewissen Alkoholpegel teilt, dann solltet Ihr unbedingt eine Brautentführung machen. Wenn Ihr aber eher eine festliche Hochzeit plant und das ganze mit Niveau bis Mitternacht oder länger zelebrieren wollt, dann besser nicht. Wir haben nicht nur einmal erlebt, dass der Notarzt kam, sich eine der Damen ihr Kleid eingesaut hat (wir ersparen Euch die Details) oder Braut oder Bräutigam ein Totalausfall waren – muss eigentlich nicht sein oder?

Wahrscheinlich hasst oder liebt man diesen Brauch – wir sind definitiv keine Fans davon. Spaß haben und Feiern kann man auch definitiv anders. Und wenn man keine hochtraditionelle bayerische Hochzeit auf dem Land mit Band oder Hochzeitslader und den passenden Örtlichkeiten feiert, dann hat eine Brautentführung auf der eigenen Hochzeit eigentlich auch nichts zu suchen…

Oder seht Ihr das anders?

 

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